Warum Putten der wichtigste Teil deines Spieles ist

Viele Anfänger glauben, dass lange Drives das Geheimnis eines guten Golfscores sind. Und ja – lange, schöne Drives sehen toll aus. Aber wenn es darum geht, dein Ergebnis wirklich zu verbessern, ist kein Schläger wichtiger als der Putter.

Putten macht oft 30–50 % aller Schläge einer Runde aus. Wer schnell besser werden möchte, sollte deshalb beim Putten beginnen – nicht beim Driver.

1. Was ist Putten?

Putten ist der Teil des Spiels, der auf dem Grün stattfindet – der kurz geschnittenen Fläche rund um das Loch. Der Putter ist der einzige Schläger, der den Ball rollen statt fliegen lässt.

Wenn du den Ball über das Fairway, ins Rough oder in die Nähe des Grüns gespielt hast, kommt der Putter ins Spiel. Sein Ziel: den Ball ruhig, präzise und kontrolliert in das Loch zu bringen.

2. Warum Putten so wichtig ist

  • Putten ist der häufigste Schlag pro Runde.
  • Ein guter Putt rettet schlechte Annäherungen.
  • Selbst Profis gewinnen und verlieren Turniere auf dem Grün.
  • Jeder kann Putten – Kraft spielt keine Rolle.

Ein Anfänger kann seine Scores drastisch verbessern, ohne den Ball weiter schlagen zu müssen – allein durch besseres Putten.

3. Die Grundtechnik des Puttens

Putten sieht einfach aus, doch eine gute Puttbewegung hat Struktur:

  • Stand: Füße schulterbreit, Gewicht leicht zentriert.
  • Ausrichtung: Der Schlägerkopf zeigt exakt auf die Ziellinie.
  • Schwung: Eine ruhige Pendelbewegung – Schultern, nicht Hände.
  • Kontakt: Der Ball wird mittig getroffen und rollt sauber.

Ein stabiler, wiederholbarer Schwung ist beim Putten wichtiger als Kraft oder Geschwindigkeit.

4. Distanzkontrolle – der wahre Schlüssel

Viele Drei-Putts entstehen nicht durch schlechte Richtung, sondern durch mangelhafte Distanzkontrolle.

Frage dich bei jedem Putt:

  • Wie weit wird der Ball rollen?
  • Wie schnell ist das Grün?
  • Geht es bergauf oder bergab?

Wenn deine Längenkontrolle stimmt, bleiben deine zweiten Putts kurz – und das spart sofort Schläge.

5. Kurze Putts sicher lochen

Putts unter zwei Metern entscheiden über Pars, Bogeys und Doppelbogeys.
Um diese Putts sicher zu machen:

  • Bleib ruhig stehen, bis der Putter durchgeschwungen ist.
  • Denke an das Ziel – nicht an den Score.
  • Vertraue deinem Rhythmus.

Kurze Putts sind mentale Putts. Übe sie regelmäßig – es lohnt sich.

6. Häufige Fehler von Anfängern

  • Zu viel Handgelenk → Der Ball springt statt zu rollen.
  • Zu viel Kopfbewegung → Der Kontakt wird unsauber.
  • Zu langes Ausholen → Keine Kontrolle über Länge.
  • Fehlende Routine → Jeder Putt fühlt sich anders an.

7. Einfache Übungen, die sofort wirken

  • Tor-Übung: Zwei Tees enger als der Schlägerkopf – für sauberen Treffmoment.
  • 1-Meter-Kreis: Putte zehn Bälle aus kurzer Entfernung.
  • Leiter-Drill: Putte auf verschiedene Distanzen für das Längengefühl.

Schon zehn Minuten pro Trainingseinheit bringen enorme Fortschritte.

Fazit

Putten ist der einfachste und schnellste Weg, besser Golf zu spielen. Du brauchst keine Kraft, keine komplizierte Technik – nur Fokus, Wiederholung und ein gutes Gefühl für Distanz.

Wer besser puttet, spielt besser – sofort.